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AB0-SystemSystem zur Einteilung der Blutgruppen | |
Auf der Außenhaut (Membran) der Erythrozyten
befinden sich Antigene, die man als Agglutinine
bezeichnet.
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akute AnämieBlutarmut durch plötzlichen Blutverlust | |
Durch Unfallverletzungen oder bei Operationen kann ein akut
einsetzender Verlust größerer Mengen Blut entstehen,
wodurch ein akuter Mangel an Flüssigkeit (Blutplasma)
und Sauerstoff im Blut entsteht.
Unmittelbar nach dem Einsetzen des Blutverlustes zeigt sich im Labor
zunächst ein Anstieg der Thrombozyten.
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AnämieBlutmangel, Blutarmut | |
Bei Anämien unterscheidet man grundsätzlich zwischen akuter und
chronischer Anämie.
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AntigenAbk. für Antisomatogen | |
Antigene sind chemische Verbindungen, die nur in einer bestimmten Art
von Stoffen bzw. Substanzen vorkommen. Sie stellen so individuelle Merkmale dar,
anhand derer sie für den Organismus erkennbar werden.
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AntikörperEiweisskörper der spezifischen Immunabwehr | ||
Antikörper haben die Fähigkeit, sich an Antigene
zu binden. Fremdkörper wie zB Bakterien können so für den Organismus kenntlich
gemacht und eingeordnet werden.
An Antikörper gebundene Antigene lösen
Reaktionen des Immunsystems aus; in der Folge werden
die körperfremden bzw. schädlichen Zellen unschädlich gemacht bzw. zerstört und aus
dem Organismus abtransportiert.
Antikörper der gleichen Spezies bezeichnet man als Iso-Antikörper. So
richten sich zB die menschlichen Iso-Antikörper eines Individuums gegen
menschliche Erythrozyten eines anderen Individuums
(siehe AB0-System zur Einteilung der
Blutgruppen).
Immunglobuline, die Antikörper der spezifischen Immunabwehr, binden sich dagegen an artfremde Spezies wie Bakterien oder Viren. | ||
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Bilirubingelb-brauner Farbstoff der Galle | |
Der Großteil (ca. 90%) des Gallenfarbstoffes wird beim Abbau von
Erythrozyten gebildet. Man unterscheidet zwischen
direktem und indirektem, bzw. primärem und sekundärem Bilirubin.
Das Bilirubin wird über die Leber in die Galle abgesondert und über den
Darm ausgeschieden (primäres Bilirubin).
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BKSSenkungsgeschwindigkeit der Erythrozyten | |
Lässt man Blutüber längere Zeit stehen, sinken
die festen Bestandteile des Blutes, die Blutzellen bzw.
die Erythrozyten nach unten ab.
Durch Krankheitsprozesse im Körper werden
Proteine und Antikörper
gebildet und an die Erythrozyten gebunden. Dadurch steigt deren Gewicht und
demzufolge auch die Geschwindigkeit mit der sie nach unten absinken.
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BlutTransportorgan aller lebenswichtigen Stoffe | |
Blut hat vor allem die Funktion, die zahlreichen lebenswichtigen Stoffe
im Körper an die jeweiligen Zielorgane, bzw. Abfallprodukte und schädliche
Substanzen zu den entsprechenden Ausscheidungsorganen zu transportieren.
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Blutarmutsiehe Anämie | |
Blut-AusstrichUntersuchung des Blutes unter dem Mikroskop | |
Ein Tropfen frisch gewonnenen Kapillarblutes wird auf einem Objektträger
ausgestrichen und getrocknet.
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BlutbankDepot zur Lagerung von Blutkonserven | |
Blutbanken für menschliche Blut-Konserven werden meist von speziellen
Blutspendediensten geführt, stehen aber auch an vielen Klinikeinrichtungen
flächendeckend zur Verfügung.
Für Hunde gibt es keine offiziellen Blutbanken; einige wenige private Tierärzte bzw. -kliniken und die Uniklinik in Berlin führen ein solches Depot. Eine Zeitlang wurden Vollblut- und Spezialkonserven auch von einer pharmazeutischen Firma angeboten, die den Vertrieb aber mittlerweile wieder eingestellt hat. Deshalb wird bis dato in der Tiermedizin überwiegend Frischblut übertragen - was in Notfällen mit einer oft hektischen Suche nach geeigneten Spendertieren verbunden ist. | |
Blutderivateeinzelne Bestandteile des Blutes | |
Aus von Blutspendern gewonnenem Vollblut
können einzelne Blutbestandteile gewonnen und als Ersatz für
Transfusionen mit Vollblut bei Menschen und auch bei
Hunden genutzt werden.
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BlutgruppenEinteilung des Blutes anhand bestimmter Eigenschaften der Erythrozyten | |
Menschen verfügen nicht nur über verschiedene Gesichter, Augenfarben,
Größe und viele andere angeborene Merkmale, auch ihr
Blut unterscheidet sich durch eine ganze Reihe
individueller, meist angeborener Merkmale.
Diese Merkmale teilt man in verschiedene Unterscheidungssysteme ein. Die
wichtigsten Systeme beim Menschen sind das AB0-System
und die Rhesusfaktoren.
Diese beiden Systeme spielen hauptsächlich bei der
Übertragung von Blut eine wichtige Rolle. Die
Rhesusfaktoren können bei einzelnen Schwangerschaften ebenfalls von Bedeutung
sein.
Bei Tieren werden die Blutgruppen nach ähnlichen Systemen eingeteilt; sie
richten sich ebenso nach bestimmten Eigenschaften der Erythrozyten bzw. deren
Antigenen. | |
Blut-Konservekonserviertes Vollblut oder Blutderivate | |
Vor allem für Transfusionszwecke
wird Spenderblut haltbar gemacht und mit Stabilisatoren versehen; es kann so über
einen längeren Zeitraum in Blutbanken aufbewahrt
werden.
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BlutmauserungErneuerung der Erythrozyten | |
Die natürliche Bildung der roten Blutkörperchen und deren
natürlicher Abbau wird als Blut-Mauserung bezeichnet.
Die Intensität des Abbaus kann anhand des Mauserungs-Index abgelesen werden, der aus Urobilinogen und frei im Blut zirkulierendem Hämoglobin errechnet wird. | |
Blutplasmaflüssiger Anteil des Blutes | |
Nach Zusetzen von Substanzen, die eine Gerinnung
des Blutes verhindern, wird das Blut zentrifugiert,
wodurch die festen Bestandteile des Blutes, die
Blutzellen, vom flüssigen Anteil getrennt werden.
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Blutsenkungs. BKS | |
BlutserumBlutplasma ohne Fibrinogen | |
Da bei der Gewinnung von Serum dem Vollblut
keine Faktoren zugesetzt werden, die die
Gerinnung verhindern, enthält Serum kein Fibrinogen
mehr.
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Blut-TransfusionZufuhr von Blut oder Blutderivaten | |
Schwere Ausprägungen akuter oder chronischer
Anämien können durch Zufuhr von Blut wieder ausgeglichen werden.
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Blut-VolumenGesamtblutmenge des Organismus | |
Beim Erwachsenen liegt die Gesamtblutmenge bei 7-8% des Körpergewichtes
und beträgt zwischen 4 und 6 Litern bzw. 60 - 98 ml pro kg Körpergewicht.
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Blutzellenfeste Bestandteile des Blutes | |
Die festen Anteile des Blutes betragen etwa 44% der
Gesamtmenge und setzen sich aus den roten
(Erythrozyten) und weissen (
Leukozyten) Blutkörperchen sowie den Blutplättchen
(Thrombozyten) einschließlich aller Vorstufen
zusammen.
Durch Zentrifugieren oder durch längeres Stehenlassen von Blutproben können die festen von den flüssigen Bestandteilen getrennt werden. | |
BSGBlutsenkungsgeschwindigkeit, siehe BKS | |
BSRBlutsenkungsreaktion, siehe BKS | |
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chronische Anämieüber längeren Zeitraum entwickelte Blutarmut | |
Chronische Anämien sind die häufigste Form der Blutarmut; sie tritt bei
etwa 10% der Frauen und 1% der Männer auf. Der große Anteil an Frauen erklärt sich
nicht zuletzt durch die regelmässigen Blutverluste während der
Menstruation.
Die häufigste Ursache chronischer Anämien ist
Eisenmangel, aber auch andere Mangelzustände, insbesondere an Vitaminen (vor
allem B12 und Folsäure), Proteinen, Orotsäure oder
bestimmten Enzymen führen zu Störungen der Blutbildung und dadurch zu chronischen
Anämien.
Daneben gibt es eine große Reihe von Blut-, Infektions-, Organ- und
Erbkrankheiten, die sowohl zur Störung der Blutbildung im Knochenmark als auch des
Reife- und Abbauprozesses der Blutzellen und somit zu
chronisch-anämischen Krankheitsbildern führen.
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Coombs-TestVerfahren zum Nachweis von Antikörpern | |
Mit diesem Verfahren können die Antikörper nachgewiesen werden, die sich
an die Antigene von Erythrozyten
binden und so deren Zerstörung bewirken.
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DEA-SystemDog Erythrocyte Antigen; System zur Blutgruppeneinteilung beim Hund | |
Während beim Menschen zwei Antigen-Typen auf der
Oberfläche der Erythrozyten zur Einteilung der
Blutgruppen nach dem
AB0-System führen, ist es beim Hund nur ein einziges
Antigen, das "hundliche Erythrozyten-Antigen" (Dog Erythrocyte Antigen), das bei der
Verträglichkeitsbestimmung für Blut-Übertragungen
eine Rolle spielt.
Antigene sitzen auf den Membranen von Substanzen und fungieren als
individuelles Merkmal. Anhand dieser Antigene können sie mit Hilfe von
Antikörpern vom Organismus (als Fremdkörper)
identifiziert werden.
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EisenBestandteil von Hämoglobin | |
(folgt) | |
Eisenmangel-Anämiedurch Eisenmangel verursachte Blutarmut | |
Bei dieser Form von Blutarmut ist die Bildung der
Erythrozyten im Knochenmark gestört bzw. vermindert; sie ist die häufigste Form
chronischer Anämien.
Ein ernährungsbedingter Eisenmangel kann nicht nur durch ungenügende
Zufuhr, sondern auch durch mangelnde Aufnahmefähigkeit (Resorptionsstörung) von
Eisen entstehen.
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Erythroblastenfrühe Vorstufe der Erythrozyten | |
Erythroblasten sind unreife Vorstufen der roten Blutkörperchen. Sie
befinden sich normalerweise noch im Knochenmark und enthalten noch einen
Zellkern. | |
Erythrozytenrote Blutkörperchen | |
Erythrozyten transportieren den Sauerstoff im
Blut; sie enthalten neben
dem Hämoglobin, verschiedene Enzyme für den Transport von
Gasen und Elektrolyten.
Ein normaler Erythrozyt (Normozyt) ist eine runde und flache Zelle, die
in der Mitte gleichmässig eingedellt ist (Scheibenform). Erythrozyten sind
verformbar und unterschiedlich groß, damit sie sich an die jeweilige Größe von
Blutgefäße und Poren anpassen können. Ist diese Verformbarkeit durch Erkrankungen
eingeschränkt, ist auch die Viskosität (Fließeigenschaft) des Blutes
herabgesetzt.
Eine ganze Reihe von Erkrankungen kann bereits an abnormen Formen oder
Größen der Erythrozyten erkannt werden. Die Erythrozyten-Größe (Volumen) wird durch
die Berechnung des MCV bestimmt, Abweichung der Form sind
im Blutausstrich sichtbar.
Durch die variable Größe kann auch der Hämoglobin-Gehalt der einzelnen
Erythrozyten variieren; er wird mit Hilfe des MCH-Wertes
beurteilt werden, sein relativer Gehalt im Verhältnis zur Größe des Erythrozyten
wird über den MCHC errechnet.
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Erythrozyten-Konzentrataus Vollblut-Spenden gewonnene Erythrozyten;
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Erythrozyten-SchattenAbbauprodukt der Erythrozyten | |
Beim Abbau der roten Blutkörperchen in der Milz, wird das Hämoglobin ins Blut ausgeschüttet. Der leere, ausgelaugte Erythrozyt wird mit dem Urin ausgeschieden und ist zB im Harnsediment als Erythrozyten-Schatten sichtbar. | |
ErythropoeseBildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark | |
ErythropoetinHormon der Niere | |
Das Hormon Erythropoetin ("EPO") wird bei
Sauerstoffmangel im Blut von den Nieren
ausgeschüttet, um das Knochenmark zur verstärkten Bildung von
Erythrozyten anzuregen.
Erythropoetin kann als Arzneimittel auch gentechnisch hergestellt werden.
Es wird vorwiegend bei Blutarmut, aber auch bei
vielen weiteren Krankheitsbildern eingesetzt.
Bei Sportlern ist Erythropoetin auch als Dopingmittel bekannt. Durch verstärkte Bildung der Erythrozyten steigt der Sauerstoffgehalt im Blut und erhöht dadurch die Leistungsfähigkeit. | |
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FibrinogenFaktor der Blutgerinnung | |
Das vor allem im Blutplasma vorkommende
Protein wird auch als Faktor I der Blutgerinnung
bezeichnet. Die Bildung von Fibrinogen erfolgt in der Leber.
Die normale Konzentration von Fibrinogen im Plasma beträgt zwischen 2 und
4,5 g pro Liter. Da im Blutserum die Gerinnung gehemmt
worden ist, findet sich dort deshalb kein Fibrinogen.
Fibrin wird als Fibrinschaum auch zu therapeutschen Zwecken benutzt (zB zur örtlichen Blutstillung bei Operationen). | |
Frischblutfrisch entnommenes Blut | |
Bis zu 6 Std. nach der Entnahme wird
Vollblut noch als frisches Blut bezeichnet. Im Gegensatz zu
konserviertem Blut sind im Frischblut noch alle
Bestandteile des Blutes erhalten, weshalb es als biologisch vollwertig bezeichnet
wird.
Nach dieser Zeit beginnen bestimmte Enzyme und Gerinnungsfaktoren zu
zerfallen oder werden beim Konservierungsprozess zerstört.
Für Infusionen und Transfusionen gilt dennoch eine strenge
Indikationsstellung, das heisst der Einsatz von Frischblut bleibt bestimmten
Situationen vorbehalten.
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GerinnungErstarren flüssigen Blutes | |
Das Erstarren des Blutes geschieht vor allem als natürlicher Mechnismus
zum Schutz vor Blutverlust bei Verletzungen.
Die Gerinnung des Blutes erfolgt aus einem komplexen Prozess durch die Umwandlung von dem im Blutplasma vorhandenem Fibrinogen; in diesen in mehreren Phasen ablaufendem Prozess sind etwa 30 Faktoren eingebunden. | |
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HBEHämoglobingehalt der Erythrozyten,
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HämatokritAnteil des Erythrozyten-Volumens am Gesamtblut | |
Die Bestimmung dieses Wertes erfolgt in einer Hämatokrit-
Zentrifuge, bei der die roten Blutkörperchen
vollständig vom Blutplasma getrennt werden. Der
Hämatokrit wird als Prozentsatz angegeben.
Durch den Hämatokrit können (beim Menschen) sowohl das Gesamt-Volumen des
kompletten Blutes, als auch das Volumen (MCV)und die
Hämoglobin-Konzentration der Einzel-Erythrozyten (HbE)
errechnet werden.
Der Hämatokrit bei Menschen kann aufgrund von äusseren Bedingungen sehr
großen Schwankungen unterliegen. So kann er zB durch Aufenthalt in Höhenluft
ebenso ansteigen wie bei körperlicher Belastung (um bis zu 10%), während er beim
Liegen oder bei kurzem Aufenthalt in Wasser abfällt.
Bei Hunden ist der Hämatokrit sehr viel stabiler, weil sie auf veränderte Umweltbedingungen durch Ausschüttung von Erythrozyten aus der Milz reagieren können. | |
Hämoglobinroter Blutfarbstoff | |
Hämoglobin ist der Träger des Sauerstoffes im
Blut; es befindet sich im Inneren der roten
Blutkörperchen (Erythrozyten), wo es den Sauerstoff bindet.
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HämolyseZerfall von Erythrozyten | |
Nach Erreichen ihrer normalen Überlebenszeit von ca. 120 Tagen werden
die Erythrozyten vom Organismus zerstört und abgebaut. Die normale Abbaurate
(Erythrozyten-Umsatz) liegt bei 85% pro Tag.
Durch krankhafte Vorgänge im Körper, verschiedene Gifte oder angeborene
Defekte und Anomalien der Erythrozyten kann der Erythrozyten-Umsatz erhöht sein,
was zu einer hämolytischen Anämie führen und zum
Auftreten von Hämoglobin im Urin.
Bestimmte Substanzen können gezielt eine Zerstörung der roten Blutkörperchen herbeiführen; bei einzelnen Krankheitsbildern werden solche Hämolyse- Gifte zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Der Begriff Hämolyse kann sich deshalb auch auf eine Behandlungsart bzw. Medikamente beziehen. | |
hämolytische AnämieBlutarmut durch erhöhte Hämolyse | |
Bei einer hämolytischen Anämie ist die Lebensdauer der roten
Blutkörperchen (Erythrozyten)verkürzt, ihr Abbau deshalb
beschleunigt.
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HarnsedimentBodensatz einer Urinprobe | |
Ebenso wie bei einer Blutprobe, sinken auch in einer Urinprobe die
festen Anteile nach unten ab. | |
HLAHumanes Leukozyten-Antigen | |
Die Antigene der Leukozyten sind bei Organtransplantationen ausschlagggebend für die Verträglichkeit des Gewebes. | |
hyperchrome AnämieBlutarmut mit erhöhtem Hämoglobin-Gehalt der Erythrozyten | |
hypochrome AnämieBlutarmut mit erniedrigtem Hämoglobin-Gehalt der Erythrozyten | |
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ImmunantwortReaktion des Immunsystem auf Eindringen körperfremder Substanzen | |
Das Immunsystem kann körperfremde Substanzen (zB Bakterien) erkennen und
mit entsprechenden Abwehrmechanismen darauf regieren. Hierbei unterscheidet man
zwischen spezifischer und unspezifischer Immunantwort.
Bei der spezifischen Reaktion werden Immunglobuline
(Antikörper) zur Verfügung gestellt bzw. produziert, die
ganz gezielt bestimmte Arten körperfremder Zellen zerstören bzw. unschädlich machen
und abtransportieren.
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ImmunglobulineAntikörper der spezifischen Immunabwehr | ||
Alle Antikörper haben die Fähigkeit, sich an
Antigene zu binden, die auf der Zellmembran sitzen.
Fremdkörper wie zB Bakterien können so für den Organismus kenntlich gemacht und
eingeordnet werden.
Immunglobuline sind die Antikörper der spezifischen Immunabwehr; sie binden sich gezielt an die Antigene von Bakterien und Viren. | ||
Immunplasmasiehe Immunserum | |
Immunreaktionsiehe Immunantwort | |
Immunserum, ImmunserenAntikörperkonzentrate aus Blutserum | |
Antikörper der spezifischen
Immunanwort können sowohl aus Blutserum, als auch
aus Blutplasma gewonnen und für
Transfusionszwecke aufbereitet werden.
Solche Immunsera enthalten hohe Konzentrationen an gegen spezifische
Erreger-Antigene gerichtete Antikörper und können sowohl
aus menschlichem als auch als tierischem Plasma bzw. Serum hergestellt
werden.
Fehlende Antikörper wie zB Mangel an Gamma- oder anderen
Immunglobulinen können so ersetzt werden und
notwendige Immunreaktionen in Gang
setzen.
Aus tierischen Blutprodukten können vor allem Antikörper gegen
Schlangengifte, aber auch gegen einzelne Krankheiten wie Botulismus, Diphterie oder
Gasbrand gerichtete Antikörpersera hergestellt werden.
Bei Hunden werden vor allem Immunstoffe gegen Staupe, Hepatitis
contagiosa canis (HCC), Parvovirose und Leptospirose (zB Stagloban SHP®)
gewonnen und zur Prophylaxe und Bekämpfung dieser Infektionskrankheiten
eingesetzt.
Produkte, die aus Blutplasma gewonnen werden, enthalten neben den Antikörpern zusätzlich noch die Gerinnungsfaktoren. | |
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KreuzprobeTest zur Verträglichkeit von Blutgruppen des AB0-Systems | |
Eine Kreuzprobe besteht aus zwei Tests, die "über Kreuz"
durchgeführt werden: | |
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Leukozytenweisse Blutkörperchern | |
Leukozyten sind weisse Blutzellen der unspezifischen Immunreaktion und erfüllen zahlreiche Funktionen bei der Abwehr körperfremder und schädlicher Stoffe. | |
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Makrozyt, Makrozytosezu großer Erythrozyt | |
Makrozyten treten häufig in Verbindung mit
Megaloblasten bei verschiedenen Formen
chronischer Anämien, Erkrankungen der Leber sowie bei chronischem
Alkoholmissbrauch auf.
Als zu groß werden Erythrozyten mit einem Durchmesser von mehr
als 8 mm definiert; die Bestimmung der Größe (Volumen)
erfolgt durch die Berechnung des MCV im
Labor.
Das Vorliegen zu großer Erythrozyten wird als Makrozytose oder
Megalozytose bezeichnet. | |
MCHmittleres corpusculäres Hämoglobin | |
Der MCH zeigt den Hämoglobingehalt der
Einzel-Erythrozyten an; er wird deshalb manchmal auch
als HbE, Hämoglobingehalt der Erythrozyten, angegeben. Der MCH wird aus dem
Hämatokritwert errechnet.
Ein niedriger MCH zeigt einen zu geringen Gehalt an Hämoglobin in den roten Blutkörperchen an; man spricht dann von einem hypochromen Blutbild. Ein erhöhter Gehalt an Hämoglobin wird als hyperchrom und ein normaler Gehalt als normochrom bezeichnet. | |
MCHCmittlere corpusculäre Hämoglobin-Concentration | |
Die MCHC ist ein errechneter Wert (aus MCH
und MCV) und setzt den Hämoglobingehalt der
Erythrotyten in Bezug zu ihrer Größe. Er erlaubt so die
Feststellung, ob der Hämoglobin-Gehalt zu hoch bzw. zu niedrig im Verhältnis zur
Größe des roten Blutkörperchens ist.
Ist die MCHC zu hoch, enthalten die Erythrozyten relativ viel Hämoglobin, ist die MCHC zu niedrig, enthält er relativ wenig Hämoglobin. | |
MCVmittleres corpusculäres Volumen | |
Der MCV wird aus dem Hämatokrit errechnet und gibt die mittlere Größe der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) angibt. Bei Veränderungen im Blutbild (zB bei Anämien) liefert er wichtige Hinweise zu deren Form und Ursache. | |
Megaloblastzu großer Erythroblast | |
Megaloblasten sind abnorme und auffallend große Erythroblasten, den
Vorstufen der Erythroyten; die abnorme Größe entsteht
durch den bereits vorhandenen Gehalt an Blutfarbstoff, dem
Hämoglobin.
Megaloblasten treten bei chronischen
Formen der Anämie auf; die Reifung derErythrozyten im Knochenmark ist bei dieser
Form gestört: sie werden vorzeitig als hämoglobinhaltige-Erythroblasten ins
zirkulierende Blut abgegeben.
Die häufigste Ursache für diese Entwicklungsstörung ist ein Mangel an
Vitamin B12 und Folsäure. | |
Megalozyt, Megalozytosezu großer Erythrozyt,
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Mikrozyt, Mikrozytosezu kleiner Erythrozyt | |
Als zu klein werden Erythrozyten mit einem Durchmesser von weniger
als 7 mm definiert; die Bestimmung der Größe (Volumen)
erfolgt durch die Berechnung des MCV im
Labor.
Das Vorliegen zu kleiner Erythrozyten wird als Mikrozytose bezeichnet,
sie tritt bei verschiedenen Anämien, hauptsächlich
bei den chronischen Formen auf.
Mikrozytosen zeigen sich bei Eisen- oder Eiweissmangel, sowie einigen genetisch-bedingten Reifungsstörungen der roten Blutkörperchen wie Kugelzellänämie und Thalassämie. | |
MilzBildungsstätte der Lymphozyten, Erythrozytengrab | |
Die Milz ist ein bohnenförmiges Einzelorgan (unpaar) mit einem Gewicht
von ca. 200 g und einer Größe von etwa 12x7x4 cm. Sie liegt auf Höhe des 10.
Rippenbogens tief in der linken Bauchhöhle.
Die Milz ist Bestandteil des Blutkreislaufs und wird innerhalb von 24
Stunden bis zu 500 mal von der gesamten
Blutmenge durchlaufen. Neben ihrer Funktion als Speicher von Blutanteilen findet in
der Milz auch ein wesentlicher Teil der Bildung von
Antikörpern und Lympozyten sowie der Abbau von
Erythrozyten statt.
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Milzvergrößerungsiehe Splenomegalie | |
MitochondrienZell-Organellen | |
Mitochondrien sind die "Kraftwerke" von Zellen. Über den Sauerstoff der Atmung wird in den Mitochondrien die Energie für die jeweilige Zelle gewonnen. | |
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Normozyt, NormozytoseErythrozyt von normaler Form und Größe | |
Das Auffinden von Normozyten in einem krankhaft verändertem Blutbild liefert wichtige Hinweise zur Diagnose der Ursache. | |
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Plasmasiehe Blutplasma | |
PolyglobulieGegenteil von Anämie | |
Bei erhöhten Werten von Erythrozyten,
Hämoglobin und Hämatokrit
spricht man von Polyglobulie; häufig findet sich auch eine erhöhte Konzentration
von Erythropoetin.
Eine Polyglobulie kann als Reaktion auf eine verminderte
Sauerstoffsättigung des
Blutes auftreten, zB durch Höhenluft oder auch durch Flüssigkeitsverlust (zB
nach Überhitzung)auftreten.
Daneben weisen alle Erkrankungen, die mit redzierter Sauerstoffsättigung oder -abgabe ans Gewebe verbunden sind (vor allem Herz- und Lungenerkrankungen) erhöhte Werte auf. Auch bestimmte Erkrankungen der Nieren, Darmgeschwüre und das Anfangsstadium einzelner Blutkrankheiten können durch eine Polyglobulie gekennzeichnet sein. | |
Pro-Erythrozytensiehe auch Retikulozyten | |
ProteineEiweisse | |
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Retikulozytenjunge Erythrozyten | |
Retikulozyten sind junge rote Blutkörperchen (Pro-Erythrozyten), die vom
Knochenmark gerade in den Blutkreislauf ausgeschüttet worden sind.
Ebenso wie reife Erythrozyten enthalten auch Retikulozyten keinen
Zellkern mehr. Im Gegensatz zum ausgereiften roten Blutkörperchen, das diese nicht
mehr benötigt, sind aber die Mitochondrien in den Retikulozyten noch
erhalten.
Bei der Bestimmung der Retikulozyten ist ihr Anteil an der Gesamtmenge der Erythrozyten ein wichtiges Maß zur Beurteilung der Blutneubildung. Die Werte werden deshalb in Prozent oder Promille angegeben. Beim gesunden Menschen beträgt der Anteil der Retikulozyten etwa 1,5 Prozent. Bei chronischem Blutverlust oder beschleunigtem Blutzellenabbau steigt der Wert und zeigt so eine gesteigerte Neubildung der Blutzellen an. | |
RhesusfaktorenGentypen des Erythrozyten | |
Rhesusfaktoren wurden erstmals 1940 im Blut der Rhesusaffen entdeckt,
woher sie auch ihren Namen haben. Mit diesem System unterscheidet man bestimmte
Gentypen von Erythrozyten, deren genaue Anzahl durch zahllose
Kombinationsmöglichkeiten nicht mehr überschaubar ist.
Die einzelnen Rhesusfaktoren werden mit Buchstaben (und
Buchstabenkombinationen) bezeichnet, der wichtigste Faktor ist der
Rhesusfaktor "D".
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rote Blutkörperchensiehe Erythrozyten | |
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Sauerstofffarb-, geruch- und geschmackloses Gas | |
Ein Teil des über die Lungen eingeatmeten Sauerstoffs geht ins
Blut über, bzw. wird vom
Hämoglobin in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
gebunden.
Sauerstoff reagiert mit fast allen Elementen und ist deshalb ein wichtiger
Energielieferant für die meisten Stoffwechselvorgänge.
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SedimentBodensatz einer flüssigen Probe | |
Senkung, Senkungsgeschwindigkeitsiehe BKS | |
SeraMehrzahl von Serum | |
SerumBlutserum oder Produkte aus Blutserum | |
Neben Blutserum bezeichnet man alle Produkte, deren natürliche Herkunft aus Blutseren stammt, als Serum (zB Impf- und Immunseren). | |
SplenomegalieVergrößerung der Milz | |
Eine Vergrößerung der Milz kann nicht nur über bildgebende Verfahren wie
Ultaschall oder CT, sondern auch über Tastbefund bei der körperlichen Untersuchung
festgestellt werden.
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ThrombozytenBlutplättchen | |
Thrombozyten haften sich bei Defekten der Blutgefäße an Kollagen und bilden so einen Pfropfen (Thrombus). Gleichzeitig setzen sie dabei die Blutgerinnung in Gang. | |
Tumor-Anämiedurch Tumore verursachte Blutarmut | |
Alle Krebsarten, die die Knochen befallen (zB durch Metastasen) können
zu schweren Anämien führen, weil sie die blutbildenden Zellen in den Knochen
verdrängen.
Blutkrebsformen wie Leukämie führen direkt zur Schädigung von
Blutzellen und deren Bildung und dadurch zu schweren
Anämien mit dramatischem Verlauf.
Auch durch Krebstherapien wie Chemo- oder Strahlentherapie verursachte Anämien werden gelegentlich als "Tumor-Anämie" bezeichnet. | |
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UrobilinogenAbbauprodukt des Bilirubin | |
Das farblose Urobilinogen entsteht durch den bakteriellen Abbau von
Bilirubin im Dickdarm, die Ausscheidung erfolgt über Darm und Niere.
Die im Labor aus Stuhl- oder Urinproben bestimmten Werte spielen hauptsächlich bei der Beurteilung der Blutbildung eine große Rolle; sie liefern wichtige Hinweise zur Differenzierung (Unterscheidung) der unterschiedlichen Formen der Anämie. | |
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VollblutBlut, das noch alle nativen Bestandteile enthält | |
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ZentrifugeGerät zur Abtrennung fester und flüssiger Bestandteile einer Blut- oder Urinprobe | |
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